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CollageAnwendungsbereiche für Pharmakogenetik / Pharmakogenomik

Ein Medikament ist bei einer gegebenen Indikation nur bei ca. 60% der Patienten wirksam. Im onkologischen Bereich sind die Ansprechraten noch wesentlich geringer (10 - 20%). Daneben entwickeln einige Patienten schwerwiegende Nebenwirkungen. Die präzise Vorhersage von Respondern auf einzelne Medikamente und von Patienten, die spezifische Nebenwirkungen entwickeln, ermöglicht eine individualisierte oder personalisierte Arzneimitteltherapie. Hieraus ergeben sich klare Vorteile für Patienten und Ärzte, aber auch für die Pharma-Unternehmen:

  • Der Nutzen für Patienten und Ärzte ist sofort einsichtig
  • Der Nutzen für die Pharmaindustrie ist vielfältig:
    • Kosteneinsparung durch geringeren Forschungsaufwand: es sind geringere Probanden- und Patientenzahlen in klinischen Studien erforderlich, um die gleiche geforderte statistische Relevanz zu erreichen
    • Möglichkeit einer früheren Zulassung von Medikamenten und damit ein früherer Markteintritt
    • Möglichkeit der Re-Evaluierung bzw. Re-Positionierung von fehlgeschlagenen klinischen Studien oder von gescheiterten Medikamenten auf Basis pharmakogenetischer Aspekte
    • Bessere Akzeptanz von Medikamenten bei Ärzten und Patienten
    • Verstärkte Marktpenetration durch Vorhersage von Respondern

Einsatzgebiete für die Verwendung von Pharmakogenetik / Pharmakogenomik in der pharmazeutischen Industrie

Für Analysen im Bereich der Pharmakogenetik / Pharmakogenomik wie beispielsweise die Transkriptom-Analyse oder die gezielte Untersuchung von Genen, die für die Medikamentenantwort und Medikamentenwirkung wichtig sind, gibt es verschiedene Anwendungsbereiche in der pharmazeutischen Industrie:

  • Erfassung der genetischen Variabilität der Arzneiwirkungen auf Genom-Ebene
  • Wirkstoff-Auswahl
  • Untersuchung der Wirkung und Toxizität von Arzneimittelwirkstoffen auf die Genexpression (Stichwort: Expressionsprofilierung)
  • Entdeckung neuer Zielmoleküle (Targets) für Arzneimittel
  • Identifikation von Respondern / Non-Respondern in klinischen Studien der Phasen I-IV
  • Ermittlung von Genotyp-abhängigen Nebenwirkungen
  • Identifikation von Individuen mit dem Risiko für nachteilige Medikamentennebenwirkungen
  • Rekrutierung von Respondern für klinische Studien der Phasen II und III
  • Genotyp-basierte individualisierte Dosisanpassung
  • Entwicklung neuer Indikationen für bereits zugelassene Medikamente
  • Reevaluierung / Repositionierung von fehlgeschlagenen klinischen Studien oder gescheiterten Medikamenten auf Basis pharmakogenetischer Aspekte
  • Entdeckung neuer Wirkprinzipien von Medikamenten sowohl auf präklinischer wie auch auf klinischer Ebene

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf, um Ihr Projekt oder Ihre Studie im Detail zu besprechen: pharmacogenetics@medigenomix.de


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Letzte Änderung dieser Seite: 26.10.2009
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